X-Ufo selfmade frame/de
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[edit] Ersatzrahmen für das Silverlit X-Ufo
Vorwort:
Nach vielen unsanften Landungen und Abstürzen kann es sein, dass das Kunststoffkreuz des X-Ufo seinen Dienst quittiert. Leider gibt es das nicht als Ersatzteil, somit wurde die Idee geboren es zu ersetzen.
Das Ziel war, aus einfachen und günstigen Materialien mit gängigen Werkzeugen einen möglichst leichten und halbwegs stabilen Rahmen zu ermöglichen. Dabei ist eine "Metall-" und eine "Kunststoffversion" herausgekommen.
Angefangen habe ich mit der "Metallversion" und bin zum Schluss aus Gewichtsgründen auf Kunststoff umgestiegen. Obwohl die Fertigung recht einfach aussieht, kann doch mit 1-2 Tagen Zeitaufwand gerechnet werden. Besonders das immer wiederkehrende Anpassen der Teile untereinander kostet in der Summe etwas Zeit.
Rahmenvergleich (mit Motorhaltern):
| Original | Metallversion | Kunststoffversion | |
|---|---|---|---|
| Kosten | - | ca. 14 Euro | ca. 20 Euro |
| Gewicht | ca. 50g | ca. 80g | ca. 63g |
Material:
* Platine 16x10 cm * Balsaholz mit 3 mm Dicke * CFK 5,9 mm Rohr (oder Alu) * Alu U-Schiene 2 cm breit * 8 Kunststoff Zylinderkopfschrauben M3 (oder Metall) * 8 Kunststoff Muttern M3 (oder Metall) * 4 Zylinderkopfschrauben M2 * 4 Muttern M2 * 4 dicke Unterlegscheiben für M2 aus Kunststoff * 2 Büroklammern * Klettband (und etwas Nähzeug) * Klebstoff * Stück Moosgummi
Verwendete Werkzeuge:
* Bohrmaschine mit Bohrern 1 mm, 1,5 mm, 2 mm, 3 mm * Metallsäge * Laubsäge mit mittleren Sägeblättern für Holz und Metall sowie fein für Holz * Schraubendreher * Zangen * Metallfeile * Schleifpapier mittlerer Körnung * Klebeband
Vorgehen:
Die Vorlage zum aussägen/bohren holen: http://rapidshare.com/files/65283362/RahmenZeichnung.pdf.html
Die Quadratischen Grundformen der zwei Platten auf der Platine aufzeichnen.
Zunächst mit der Laubsäge mit Metallsägeblatt die Grund- und Deckplatte aussägen.
Die Ecken der Platten absägen. Auf der Deckplatte das Achteck für die Kabeldurchführung aufzeichnen. Die Eckpunkte sind gleichzeitig Bohrmarkierungen.
Die Acht Löcher mit dem 1,5 oder 2 mm Bohrer bohren. Anschliessend die Laubsäge durch eines der Löcher einfädeln und das Achteck aussägen.
Das ausgeschnittene Achteck mittig auf der Bodenplatte aufkleben. Zum Beispiel mit Sekundenkleber. Die Deckplatte sollte nun auf die Bodenplatte gelegt werden können, so dass das Ausgeschnittene direkt durch das Loch der Deckplatte passt.
Beide Platten zusammen legen und die U-Schiene so drauf legen, dass es an einer "Ecke" der Platten abschliesst. Mit dem 3 mm Bohrer die 4 Löcher in durch die U-Schiene und die Platten bohren, so wie zwei der Platinenhalter später auf der Deckplatte sitzen sollen. Damit während dem Bohren die Schiene und die Platten nicht verrutschen, kann es hilfreich sein immer nach einer Bohrung mit einer M3-Schraube die Sachen zu fixieren. Anschliessend auf der U-Schiene die Markierungen zum absägen aufzeichnen und die ersten zwei Platinenhalterungen absägen. Platinenhalterung Nummer drei und vier können nun angepasst, gebohrt und abgesägt werden. Bei allen vier Platinenhalterungen können mit einer Zange die überstehenden Ecken abgezwickt werden. Vorsicht! Dabei können die Alustückchen im Raum herumfliegen.
Zwei Stücke von dem 3 mm Balsaholz aussägen und aufeinander kleben. Dabei beachten, dass die Maserung um 90 Grad versetzt ist! Mit der Deckplatte die Grundform auf dem Holz aufzeichnen.
Das Holz so aussägen, dass es gut auf der Grundplatte mit dem aufgeklepten Achteck sitzt. Also so, dass es leicht "klemmt". Das Holz ist 6 mm hoch, die Ausleger haben aber nur einen Durchmesser von 5,9 mm. Damit letztere später schön fest sitzen, sollte mit dem Schleifpapier etwa die 0,1 mm abgetragen werden.
Bodenplatte, Holzfüllung und Deckplatte aufeinander legen. Mit einer Nadel die Löcher im Holz vor-markieren. Mit einem 3 mm Holzbohrer können nun vorsichtig die Löcher in das Balsaholz gebohrt werden. Balsa ist so weich, dass das sogar ohne Maschine mit dem Bohrer in der Hand gelingt.
Auf dem gebohrten Holz nun für die Ausleger die Markierungen zum Sägen aufzeichnen. Lieber etwas schmäler als 5,9 mm einzeichnen um die Ausleger wackelfrei zu bekommen.
Mit dem feinen Holzsägeblatt auf der Laubsäge die Schnitte für die Ausleger von oben nach unten durchsägen um einen geraden Verlauf zwischen den Bohrlöchern zu erhalten.
In die Bodenplatte mit dem 1 mm Bohrer 4 Löcher für den Akkuhalter bohren. Büroklammern zurechtbiegen und abschneiden.
Zwischen Grundplatte und Büroklammer muss nur ein kleiner Spalt bleiben für das Klettband.
Das Klettband zuschneiden, durch die Büroklammern führen und mit einem Bürotacker oder mit Nadel und Faden die Schlaufe befestigen. Aus Moosgummi ein Stück zuschneiden und zwischen die Büroklammern kleben um den Akku zu schützen.
Probehalber kann man nun mal alles zusammensetzen. Die Büroklammern drücken sich leicht in das Balsaholz ein.
Um die 2 mm Löcher in die Platinenhalter zu bohren, am besten die Platine mal drauf legen und dann die Markierungen für die Löcher setzen. Achtung! Ich habe M2 Zylinderkopfschrauben zur Befestigung verwendet. Möglicherweise ist es einfacher, die Löcher mit einem 1,5 mm Bohrer zu setzen und später M2 Blechschrauben zu verwenden.
Die Ausleger aus dem Alu- oder Karbonrohr absägen. Jeder Ausleger hat 12,5 cm. Bei Karbon habe ich die Sägestelle mit einem Stück Isolierband umwickelt und darauf angezeichnet. Das Band beugt auch einem "ausfransen" des Karbonröhrchens während dem Sägen vor.
Bei den Platinenhaltern kann innen noch jeweils ein Stück entfernt werden. Dazu quer einsägen und den Rest mit der Zange abzwicken.
Nun die Ausleger einstecken und die Motorhalter anpassen. Jetzt mit einem 1 mm Bohrer die Löcher für die Zentrierschrauben bohren. Beim Mittelstück am besten an der Bodenplatte. Beim Motorhalter ist die Zentrierung von Oben vorgegeben. Anschliessend die Ausleger wieder entfernen und in der Bodenplatte die Löcher mit dem 1,5 mm Bohrer vergrößern.
Nun können alle Teile zusammengesetzt werden. Wer möchte kann alle Rahmenteile und Motorhalter zusätzlich verkleben. Das steigert die Festigkeit, könnte aber zu mehr und schlechter behebenden Schäden im Falle eines Absturzes führen.
Der Rahmen macht normale Flugmanäver und auch Loops (Abfluggewicht 250g, also 50g Akku) mit. Mehr Gewicht macht sich allerdings immer bemerkbar.
Bewertung:
Der Rahmen ist etwas schwerer und vermutlich nicht so stabil wie das Original. Daher sollte er nur verwendet werden, wenn das Original kaputt ist. Dennoch kann damit gut geflogen werden und preislich viel günstiger lässt sich ein Rahmen vermutlich nicht realisieren, zumal beim verwendeten Material viel übrig bleibt für einige Ersatzteile. Das Einfädeln der Kabel ist bei diesem Rahmen sehr einfach besonders im Vergleich zum Originalrahmen.
Absturzverhalten
Nach einem Flug mit ca. 10 bis 15 km/h in einen Baum und anschliessendem Fall aus 4 m Höhe auf den Boden bei der Bergung, hat sich der Rahmen wie erwartet verhalten. Die weiche Balsaholzfüllung ist zerstört und zwei Ausleger sind durch die Zentrierschraube beschädigt (rausgerissen). Die Kunststoffschrauben und alles andere sind unbeschädigt geblieben. Der Schaden ist gut zu beheben.
Verbesserungen:
Statt des Klettbandes lassen sich sicher auch Löcher für den Original-Akkuhalter anbringen. Alternativ kännte auch mit dem Anbringen von zwei Alu-L-Stücken am Boden das mögliche herausrutschen des Akkus aus dem Klettband verhindert werden. Die Büroklammerstücke könnten noch etwas abgepolstert werden, um einem "Eindruck" in den Akku bei einem Absturtz vorzubeugen.
Die Befestigung der Elektronik mit M2 Schrauben und Muttern in den U-Stücken ist ein ziemliches gefummel. Vermutlich ist es einfacher, die Löcher in den Platinenhaltern statt mit 2 mm lieber mit 1,5 mm zu bohren und M2 Blechschrauben einzusetzen.
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